Jeder Schluck ein Schmerz

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Jeder Schluck ein Schmerz

Jeder Schluck ein Schmerz

Halsschmerzen treten gerade während der nasskalten Jahreszeit besonders häufig auf. In der Regel ist diese zumeist durch Viren verursachte Erkrankung harmlos und klingt innerhalb von wenigen Tagen wieder ab.

Halten die Halsschmerzen länger an, können ernstzunehmende Ursachen vorliegen. Halsschmerzen können auch durch Allergien oder durch Reflux-Erkrankungen (Sodbrennen) ausgelöst werden. Bei Menschen, die unter Sodbrennen leiden, schließt der Muskel zwischen Magen und Speiseröhre nicht richtig, sodass der Mageninhalt zurück in die Speiseröhre gelangt. Steigt der Mageninhalt so weit hoch, bis er im Rachenraum anlangt, sprechen Mediziner von einem laryngopharyngealen Reflux. Häufig treten hierbei neben Halsschmerzen weitere Symptome wie Räusperzwang, Verschleimung im Rachen, Hustenreiz, wiederkehrende Heiserkeit sowie ein Kloß- oder Engegefühl im Rachen hinzu. Eine sorgfältige ärztliche Abklärung ist unumgänglich!

Halsschmerzen können aber auch ein erster Hinweis auf andere Infektionskrankheiten wie eine Mandel-Entzündung (Angina tonsillaris) sein.

Unsichtbar, aber in ihrer Gefährlichkeit nicht zu unterschätzen, sind Bakterien aus der Familie der Streptokokken. Vor allem bei Kindern lösen Streptokokken häufig heftige Halsschmerzen aus. Typisch für eine Streptokokken-Infektion sind die folgenden Merkmale:

  • Sehr plötzliches Auftreten der Erkrankung
  • Schluckbeschwerden
  • Häufig hohes Fieber
  • Deutlich gestörtes Allgemeinbefinden

Zusätzlich können Lymphknoten-Schwellungen im Halsbereich auftreten. Eine von Streptokokken ausgelöste Angina kann zu Spätkomplikationen an Herz und Nieren führen. Deshalb muss die Erkrankung mit Antibiotika behandelt werden.

Treten die oben beschriebenen Symptome auf, sollte daher umgehend ein Arzt, vorzugsweise ein Facharzt für Hals-, Nasen und Ohrenerkrankungen, aufgesucht werden.

Halsschmerzen lindern

Je schneller man beim ersten Kratzen im Hals mit einer lokalen Behandlung beginnt, umso besser kann man die Entzündung bekämpfen. Erleichterung verschafft viel Feuchtigkeit, beispielsweise in Form von Inhalationen. Kräutertees mit Salbei, Eibisch oder Käsepappel befeuchten den rauen Hals und lindern dank wertvoller Pflanzenstoffe die Symptome. Viele Patienten schwören zudem auf Lutschtabletten und bewährte Gurgel-Lösungen.

Präparate zur Linderung von Halsschmerzen entfalten ihre Wirkung auf der Oberfläche der Schleimhäute. Die Inhaltsstoffe können dabei entweder betäubend (lokalanästhetisch), entzündungshemmend, desinfizierend oder schleimhautschützend wirken.

Unterschiedliche Anwendungsformen hängen unter anderem von den Symptomen ab:

  • Lutschtabletten sollten in der Wangentasche deponiert werden und langsam gelutscht werden. Dadurch kann sich der Wirkstoff über einen längeren Zeitraum gut auf den Schleimhäuten verteilen.
  • Bei Gurgellösungen beschränkt sich die Wirkung vor allem auf den Mundraum. Die Lösung sollte hierbei 30 bis 60 Sekunden lang im Mund bewegt werden. Danach nicht nachspülen oder Zähne putzen.
  • Halssprays wirken vor allem im Mund- und Rachenraum. Tipp: Den Spray bei angehaltenem Atem anwenden.
  • Sind die oberen Atemwege mitbetroffen, eignen sich vor allem Inhalationen. Als Basisversion reicht eine Kochsalzlösung, man kann dem heißen Wasser aber auch verschiedene ätherische Öle, wie beispielsweise Eukalyptusöl oder Fichtennadelöl, beifügen. Besonders komfortabel ist das Inhalieren mit Inhalationsgeräten, in denen die Inhalationslösung zu feinen Tropfen vernebelt wird.

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