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Fleischlose Ernährung: Weniger Risiko – aber nicht für alle Krebsarten

1. April 2026

DDr. André Farkouh

Fleischlose Ernährung und Krebsrisiko: Weniger Risiko – aber nicht für alle Krebsarten

Die bislang größte Analyse zum Zusammenhang zwischen fleischloser Ernährung und Krebsrisiko (veröffentlicht im British Journal of Cancer) zeigt ein differenziertes Bild: Zwar ist vegetarische Ernährung mit einem geringeren Risiko für einige Krebsarten verbunden – darunter Brust-, Prostata-, Nieren- und Bauchspeicheldrüsenkrebs sowie multiples Myelom.

Auffällig ist jedoch ein deutlich erhöhtes Risiko für Plattenepithelkarzinome der Speiseröhre bei Vegetariern – nahezu doppelt so hoch wie bei Fleischessern.

Die Auswertung basiert auf Daten von über 1,8 Millionen Menschen aus drei Kontinenten. Während bei einigen Krebsarten moderate Risikoreduktionen beobachtet wurden, zeigte sich für viele andere Krebsarten kein signifikanter Unterschied.

Bei Veganern wurde zudem ein statistisch signifikant erhöhtes Risiko für Darmkrebs festgestellt, während sich bei den meisten anderen Krebsarten keine klaren Unterschiede ergaben. Für seltenere Krebsarten fehlen weiterhin ausreichende Daten.

Mögliche Ursachen liegen in unterschiedlichen Ernährungsprofilen: Zwar konsumieren Vegetarier und Veganer mehr pflanzliche Lebensmittel und weniger verarbeitetes Fleisch, gleichzeitig könnte jedoch eine geringere Aufnahme bestimmter Nährstoffe aus tierischen Quellen eine Rolle bei den erhöhten Risiken spielen. Die genauen Zusammenhänge sind noch nicht abschließend geklärt.

Fazit: Fleischlose Ernährung kann das Risiko für einige Krebsarten senken, bietet aber keinen generellen Schutz. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Vollkorn, Hülsenfrüchten, Obst und Gemüse sowie wenig verarbeitetem Fleisch bleibt entscheidend.

 

Literatur:

Dunneram, Y., Lee, J.Y., Watling, C.Z. et al. Vegetarian diets and cancer risk: pooled analysis of 1.8 million women and men in nine prospective studies on three continents. Br J Cancer 134, 1218–1229 (2026).

Pressemitteilung der University of Oxford

 

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