Radon – zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs

Radon – zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs

Radonzweithäufigste Ursache für Lungenkrebs

Radon leistet den größten Beitrag zur durchschnittlichen Strahlenbelastung des Menschen und ist nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs.

Das natürlich vorkommende geruchlose Edelgas Radon entsteht durch radioaktiven Zerfall aus Uran. Da Uran in nahezu allen Böden vorkommt, wird auch überall Radon gebildet. Als Gas kann es mit der Bodenluft durch Spalten und Risse im Fundament in die Raumluft von Gebäuden gelangen. Auf diese Weise kommt es unter ungünstigen Umständen zu einer gesundheitsgefährdenden Anreicherung in der Innenraumluft.

Auch Radon selbst ist nicht stabil und zerfällt unter Abgabe von radioaktiver Strahlung in radioaktive Folgeprodukte. Sowohl Radon als auch seine Folgeprodukte werden in die Lunge eingeatmet. Das Edelgas selbst richtet keinen Schaden an, weil es mit dem nächsten Atemzug  wieder ausgeatmet wird. Die Folgeprodukte, die überwiegend an in der Luft befindlichen Teilchen angelagert sind, bleiben jedoch in den feuchten Atemwegen haften. Vor allem durch die beim Zerfall freiwerdende energiereiche Alpha-Strahlung der Radonfolgeprodukte werden die oberen Zellschichten des Lungengewebes geschädigt, was langfristig zu einem erhöhten Lungenkrebsrisiko führt. Das Lungenkrebsrisiko ist umso größer, je höher die Radonkonzentration in der Atemluft ist.

Radonrisiko in Österreich

Um das Radonrisiko in Österreich zu bestimmen und geographisch einzugrenzen, wurden in den letzten Jahren über 20.000 Radonmessungen in Wohnungen durchgeführt. Aus diesen Messergebnissen wurde das regionale „Radonpotenzial“ abgeleitet und für jede Gemeinde in Österreich berechnet. Dabei ist zu beachten, dass das Radonpotenzial nicht zur Prognose der Radonkonzentration in einer bestimmten Wohnung dienen kann.

Da die Bauweise eines Gebäudes einen wesentlichen Einfluss auf die Radonkonzentration hat (hohe Radonkonzentrationen lassen sich durch einfache bauliche Maßnahmen vermeiden), können sich die Radonwerte in nebeneinander stehenden Häusern stark unterscheiden. Das Radonpotenzial jeder einzelnen Gemeinde kann auf der Radon-Homepage des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft abgefragt werden.

Radon im Trinkwasser

Das Edelgas ist auch in Grund- und Quellwasser nachweisbar. Im Allgemeinen ist die Radonkonzentration im Wasser von Quellen, die aus größerer Tiefe kommen, höher als bei Quellen, deren Wasser nur relativ kurz unter der Erdoberfläche verweilt hat. In Wohnungen gelangt das im Wasser gelöste Radon beim Duschen und auch beim Waschen in die Raumluft und kann in ungünstigen Einzelfällen zu einer kurzfristig erhöhten Radonkonzentration führen. Glücklicherweise schätzen Experten die Gesundheitsgefährdung durch Trinken von radonhaltigem Wasser als gering ein.

Radonmessung

Die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) führt zweimal im Jahr eine Radon-Messkampagne durch, bei der alle Interessierten zwei Messdetektoren mit einer Messanleitung und einem Fragebogen zugeschickt bekommen. Diese beiden Detektoren sind in den zwei meistgenutzten Räumen über einen Zeitraum von sechs Monaten aufzustellen. Die Messdetektoren werden nach dieser Zeitspanne an die AGES zurückgeschickt, wo die Daten ausgewertet werden. Das detaillierte Messergebnis wird zugesendet. Die Anmeldung zur Messung erfolgt per E-Mail an: radonfachstelle@ages.at. Werden erhöhte Konzentrationen festgestellt, kann oft schon mit relativ einfachen Maßnahmen, beispielsweise durch häufigeres Quer- und Stoßlüften, Abhilfe geschafft werden.

Weiterführende Informationen erhalten Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft:

www.radon.gv.at (zuletzt aufgerufen am 28.03.2016)

 

 

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