Kakao als Hirndoping?

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Kakao als Hirndoping?

Kakao als Hirndoping?

Aufgrund seiner stimulierenden Wirkung auf das zentrale Nervensystem wird  Coffein seit jeher eingenommen, um kognitive Leistungen in Zeiten von Erschöpfung aufrechtzuerhalten. Nun weisen neue wissenschaftliche Erkenntnisse darauf hin, dass nicht nur coffeinreicher Kaffee, sondern auch Kakao wie ein sanftes Doping auf die Gehirnzellen wirkt.

Der Gehalt an natürlichem Coffein ist in den einzelnen Produkten sehr unterschiedlich. Eine Tasse Kaffee enthält ungefähr 50 bis 100 mg, eine kleine Tasse Espresso circa 40 mg Coffein. Kakao hat mit ungefähr 6 mg pro Tasse einen relativ geringen Coffeingehalt, ist jedoch reich an Theobromin, einem Wirkstoff, der ähnliche Eigenschaften wie Coffein besitzt. Zusätzlich befinden sich hohe Mengen an Flavonoiden, das sind sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe mit zahlreichen gesundheitsfördernden Wirkungen, im Kakao.

Italienische Wissenschaftler haben nun in einer umfangreichen Literaturrecherche die kurz- und langfristigen Effekte von Kakaogenuss auf kognitive Leistungen wie Aufmerksamkeit und Gedächtnis zusammengetragen. Demnach könnte der langfristige Kakaogenuss zur Aufrechterhaltung der kognitiven Leistung und Verbesserung der Aufmerksamkeitsleistung beitragen. Dies im Besonderen bei Personen, die ein hohes Risiko für die Entwicklung von kognitiven Beeinträchtigungen aufweisen.

Vorsicht bei Haustieren

Das im Kakao, aber auch in Schokolade enthaltene Theobromin kann von Haustieren, vor allem von Hunden und Katzen, nur sehr langsam abgebaut werden. Schon der Verzehr von kleinen Mengen kann zu einer Vergiftung führen, die nach anfänglichem Durchfall und Erbrechen mit schweren neurologischen Symptomen bis hin zum Tod verbunden sein kann.

 

Literatur:

Socci V et al. Enhancing Human Cognition with Cocoa Flavonoids. Front Nutr. 2017 May 16; 4:19. doi: 10.3389/fnut.2017.00019. eCollection 2017.

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