Zecken wieder aktiv

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Zecken wieder aktiv

Zecken wieder aktiv

Sobald es im Frühling wärmer wird, kriechen die Zecken aus ihren Winterverstecken hervor. Die kleinen Spinnentiere bringen sich im Unterholz, an Grashalmen und in Büschen in Stellung, um sich von dort von einem „Wirt“ – Mensch oder Tier – mitnehmen zu lassen. Sie suchen am Körper nach einer geschützten und gut durchbluteten Stelle und saugen sich fest. Infizierte Zecken können dabei die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder die Borreliose übertragen.

Was ist die FSME?

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis ist eine Virusinfektion, die fast ausschließlich von infizierten Zecken übertragen wird. Bei der FSME handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung des Gehirns und der Hirnhäute. Da für dieses Krankheitsbild teilweise sehr ernste, sogar tödliche Verläufe beschrieben sind, sollten vor allem Kinder, Personen mit häufiger Betätigung im Freien, aber auch Senioren einen ausreichend hohen Impfschutz haben. Für Senioren ist eine regelmäßige Auffrischungsimpfung besonders wichtig, weil eine FSME-Erkrankung umso schwerer verläuft, je älter der Patient ist.

Wie kann man sich schützen?

Mit der FSME Impfung steht uns heutzutage eine der effektivsten Impfungen zur Verfügung. Zur Grundimmunisierung sollten mindestens drei Injektionen innerhalb eines Jahres verabreicht werden. Auffrischungsimpfungen sind individuell alle drei bis fünf Jahre notwendig. Für Kinder existiert ein spezieller Impfstoff mit einer reduzierten Impfdosis.

Wichtig zu wissen: Vom FSME-Virus sind derzeit drei Subtypen bekannt. Ein mitteleuropäischer, ein sibirischer und ein fernöstlicher Typ. Die heute verwendeten Impfstoffe gewährleisten eine ausreichende Immunität gegen alle drei Erreger.

Was ist die Borreliose?

Die Borreliose, auch Lyme-Borreliose genannt, ist eine Infektionskrankheit, die, wie die FSME, fast ausschließlich von infizierten Zecken übertragen wird. Die Erkrankung verläuft in mehreren Stadien: Zunächst kann die Haut im Bereich der Einstichstelle gerötet und entzündet sein, später kann die Erkrankung vor allem Gelenke, Muskeln und Nerven befallen. Darüber hinaus kann die Borreliose auch Entzündungen am Herzen verursachen, woraus Herzrhythmusstörungen folgen können. Wenn einige Tage nach einem Zeckenstich plötzlich eine kreisförmige oder ovale Hautrötung auftritt, sollte möglichst rasch medizinischer Rat eingeholt werden. Charakteristisch ist, dass die Hautentzündung selbst keine Schmerzen bereitet. Sie kann jedoch manchmal von Fieber, Kopf- oder Muskelschmerzen begleitet sein. Gut helfen Antibiotika, die möglichst rasch und ausreichend lange eingenommen werden sollen.

Wie kann man sich schützen?

Leider gibt es gegen die Borreliose, im Gegensatz zur FSME, derzeit keine Impfung. Maßnahmen zum Schutz vor Zeckenstichen, beispielsweise durch zeckenabweisende Mittel, sogenannte Repellents, sind deshalb besonders wichtig.

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